Die Fasern

Potenziale ausschöpfen – mit innovativen Werkstoffen

Die Ausgangsmaterialen eines Faserverbundwerkstoffs (Compound) sind die Fasern (Gewebe) und das Harz (Matrix). Glasfasern als Verstärkungsfasern sind seit Jahrzehnten etabliert. Neuere Fasertypen wie Aramid-, Kevlar- oder Kohlenstofffasern erlauben durch Ihr hohes technologisches Potenzial einen effektiven Einsatz im Hochleistungsbereich.

 

Glasfasern werden aus der Schmelze gesponnen, die Dicke der einzelnen Filamente liegt zwischen 9 und 24μm. Für Verstärkungszwecke wird vor allem das hochwertige, alkalifreie EGlas verwendet, für spezielle

 

Anwendungen auch R- und C-Gläser, die sich durch einen besonders hohen SiO2-Anteil auszeichnen.

Der Elastizitätsmodul von Glasfasern ist ungefähr so groß wie der von Aluminium; die Zugfestigkeit liegt teilweise bedeutend höher als die von Stahl. Durch die relativ geringe Dichte (ca. 2,5g/cm3; Stahl: 7,8g/cm3; Aluminium: 2,8g/cm3) ergeben sich hohe gewichtsbezogene Festigkeitswerte; die Bruchdehnung beträgt etwa 3%. Glasfasern sind unbrennbar und damit feuersicher. Selbst bei Dauerbeanspruchungen bis 250°C werden die mechanischen Eigenschaften nicht gemindert.